Lagertemperaturen und -bedingungen

Jeder Mensch weiß, dass verschiedene Güter auch verschieden eingelagert werden müssen. Dass Lebensmittel deutlich kühler gehalten werden müssen als beispielsweise Holz oder Metall dürfte klar sein. Doch wie viel Grad sollten verschiedene Kühlwaren maximal erreichen?

Fisch am kühlsten, Eier und Fleisch am wärmsten

Fangen wir ganz unten an, bei rohem Fisch. Dieser sollte bei maximal 2 Grad Celsius gelagert werden und am besten in schmelzendem Eis liegen. Innereien folgen mit 3 Grad, Geflügel, Hackfleisch und Kleinwild mit 4 Grad. Anderes Fleisch ist da weniger anfällig und benötigt „nur“ maximal 7 Grad, genauso wie Haarwild, verarbeiteter Fisch und Milchprodukte. Hühnereier müssen erst ab dem 18. Tag nach dem Legedatum gekühlt, dann aber konstant bei maximal 5 bis 8 Grad gehalten werden. Alle tiefgefrorenen Lebensmittel benötigen -18 Grad. Auch ungekühlt lagerbare Lebensmittel und andere Waren haben teilweise spezielle Vorlieben. Von Kartoffeln weiß z.B. jedes Kind, dass sie niemals in der Sonne liegen und auch nicht feucht gelagert werden sollten, da sie sonst grün werden und/oder austreiben.

Durchgängige Kühlung ist ein Muss!

Doch nicht nur bei der Lagerung, sondern auch beim Transport muss die Kühlkette gewahrt werden. Schon kurze Temperaturanstiege können die Lebensmittel verderben oder geschmacklich verändern. Ein gutes Beispiel dafür sind Eier, denn in diesen entsteht Kondenswasser bei unbeständiger Kühlung, in dem sich Bakterien und Pilze vermehren können. Daher müssen neben der Kühlkammer, die in jedem Lebensmittellager vorhanden sein muss und auch dürfte, für Kühltransporte gesorgt werden. Außerdem müssen die Mitarbeiter geschult werden, damit sie sich mit Kühlwaren beeilen, sodass diese eine möglichst kurze Zeit der vergleichsweisen Hitze der Außen- oder Raumluft ausgesetzt sind.