Arbeitsschutz

Unter dem Begriff Arbeitsschutz werden alle Maßnahmen zusammengefasst, welche dem Schutz der Arbeitnehmer vor Unfällen und zur Sicherheit dienen und Gesundheitsgefährdungen verhindern. Im deutschsprachigen Raum werden dafür unterschiedliche Begriffe verwendet. Spricht man in Deutschland vom Arbeitsschutz und der Arbeitssicherheit, so werden in Österreich dafür die Begriffe Arbeitnehmerschutz und in der Schweiz Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz verwendet.

Der Arbeitsschutz wird angewendet, um Arbeitsunfälle zu vermeiden. Dies wird durch Verringern der Gefahren, durch das Tragen von entsprechender Schutzausrüstung und durch den Gesundheitsschutz erreicht.

 

Die unterschiedlichen Arbeitsschutz Arten

Der Arbeitsschutz wird in zwei Bereiche unterteilt: den allgemeinen Arbeitsschutz und den sozialen Arbeitsschutz.

Der Arbeitnehmer soll durch den Arbeitgeber hinsichtlich des Lebens und der Gesundheit vom allgemeinen Arbeitsschutz geschützt werden. Der Arbeitgeber erlässt durch Dienstanweisungen oder Betriebsvereinbarungen Sicherheitsvorschriften. Diese sind vom Arbeitnehmer unbedingt einzuhalten und Verstöße können arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Der soziale Arbeitsschutz regelt hingegen zum Beispiel die Arbeitszeiten und den Kündigungsschutz.

 

Landestypische Unterschiede

In den Mitgliedstaaten der EU wird der Arbeitsschutz unterschiedlich geregelt. Um Standortvorteile auf Kosten des Arbeitsschutzes zu verhindern, wurde vom Rat der EG eine Rahmenrichtlinie für den Arbeitsschutz verabschiedet und Mindestanforderungen des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes und der Arbeitshygiene definiert.

Die Einhaltung des Arbeitsschutzes wird in Deutschland durch die Aufsichtsbehörden der Länder, wie zum Beispiel des Gewerbeaufsichtsamts und durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherungen sichergestellt.

In Österreich wird der Arbeitsschutz durch die österreichischen ArbeitnehmerInnenschutzvorschriften geregelt. Für die Einhaltung der Vorschriften ist die sogenannte Arbeitsinspektion zuständig.

Durch das Unfallversicherungsgesetz werden in der Schweiz Arbeitszeiten und Sonderschutzrechte für bestimmte Personengruppen geregt.

Großbritannien hingegen regelt die Arbeitsschutzbestimmungen die Health and Safety Executive.

In Ländern außerhalb der EU werden oftmals keinerlei Arbeitsschutzbestimmungen eingehalten und beachtet.

 

Technischer Arbeitsschutz

In der Arbeitsstättenverordnung wird der Sicherheits- und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer geregelt. Hierbei werden technische Hilfsmittel verwendet, welche vom Arbeitgeber gestellt werden, um vor Gesundheitsgefahren zu schützen, die durch bestimmte Arbeiten herbeigeführt werden. Dies betrifft unter anderem den Lärm- und Vibrationsschutz, den Schutz vor künstliche optische Strahlung am Arbeitsplatz, den Schutz vor elektromagnetischen Feldern, vor Gefahrstoffe und biologische Arbeitsstoffe und der Anlagen – und Betriebssicherheit.

In der Lagerlogistik müssen viele Gegenstände durch Muskelkraft bewegt werden. Schwere Lasten verleiten den Arbeitnehmer zu ungünstigen Körperhaltungen, wodurch Abnutzungen am Muskel-Skelett-System auftreten können. Daher wurde die Lastenhandhabungsverordnung verabschiedet, welche genau definiert, wie mit Lasten umgegangen werden muss, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.